Ordinationen und Beauftragung in Schwarzenberg

Viele Jahre war in der Gemeinde Schwarzenberg das Diakonenamt nicht besetzt. Am 26. Februar überraschte Apostel Ralph Wittich die Glaubensgeschwister mit jungen Amtsgaben.

Eigentlich war der Gottesdienst an diesem Mittwochabend schon fast zu Ende, als der Apostel mit den Worten: „Die Gemeinde soll auch heute Amtsgaben bekommen“ Raphaela, Jonas und Christoph bat, an den Altar zu kommen. Apostel Wittich ging auf das einleitende Chorlied ein und gab den Dreien mit auf den Weg, sich in den Dienst des Herrn zu stellen und der Gemeinde allezeit freudig zu dienen. „Wir stehen an einer wirklich großen Sache und ich bitte euch, macht diese Sache auch weiterhin groß!“ Weiter sagte der Apostel, dass junge Leute anders denken als ältere und das bringe zusätzlich Schwung in die Gemeinde. Am Ende seiner Ansprache erklärte der Apostel, was der Amtsauftrag bedeutet und dass das geistliche Amt des Diakons im Besonderen die Vollmacht zur rechten Wortverkündigung beinhaltet – eine Vollmacht, die sich auf das Apostelamt gründet.

Nach dem gelobenden „JA“ ordinierte Apostel Wittich Raphaela zur Diakonin und Jonas zum Diakon für die Gemeinde Schwarzenberg. Christoph, der schon längere Zeit als Diakon in der Gemeinde Meißen dient, beauftragte der Apostel zusätzlich noch als Diakon für Schwarzenberg.

Die Last des Nächsten sehen und mittragen

Zuvor predigte Apostel Ralph Wittich den Glaubensgeschwistern nach dem Bibelwort Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. (Galater 6; 2)

Paulus ging in diesem Brief auf die Probleme der damaligen jungen Gemeinden in Galatien ein, die meist aus Mitgliedern unterschiedlicher Herkunft bestanden. Dadurch waren auch verschiedene Meinungen und Lehren vertreten, die der von Paulus verkündeten freien Gnade Gottes entgegenstanden. Apostel Wittich merkte an, dass es auch in heutiger Zeit unterschiedliche Meinungen gibt. Aber: „In der Gemeinde soll man sich frei fühlen und es soll für Jeden angenehm sein.“ Wie schon Jesu zu seinen Jüngern sagte, dass sie lieben sollen, wie Jesu liebte, so gelte es auch für die Christen aktuell. Damit sei nicht die menschliche, emotionale Liebe gemeint, sondern „eine gute Beziehung zu Gott zu haben“ führte der Apostel aus. (Agape) Und daraus erwachse eben auch die Zuwendung zum Nächsten. Deshalb sollten wir uns als Christen bemühen, darauf zu schauen und wahrnehmen, wie es unseren Mitmenschen geht. Zuallererst im Gebet, in der Fürbitte, aber wenn möglich auch in der Tat die Last des Anderen mittragen. Und da gäbe es viele Lasten, die nicht immer gleich offensichtlich seien, so der Apostel. „Die Last des Unglücks, der Ungerechtigkeit, der Trauer, des Nichtverstandenseins – als Christen bitte auch in der Tat mittragen“. Ebenso wollen wir die Last der Unvollkommenheit sehen, sogar bei uns selbst. Dabei dürfen wir am Anderen nicht unseren Maßstab anlegen, sondern tolerant mit dem Nächsten umgehen. „Und dann gib es noch die von Christus auferlegte Last.“ Damit seien nicht persönliche Sorgen und Leiden gemeint, sondern das Gesetz Christi: Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst! (vgl. Lukas 10;27). Obwohl Jesus sage (Matthäus 11;30): Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht, „sei es für uns Menschen schwer, das auszuführen“ beendete Apostel Wittich seine Predigt. „Geschwister, lasst uns Gemeinde bauen in diesem Sinne, und ich denke, ihr seid hier auf gutem Weg schon.“

Freude und Glückwünsche

Dass sich die Glaubensgeschwister aus Schwarzenberg über die neuen Amtsgaben freuen, war deutlich zu sehen. Nach dem Gottesdienst nahm jeder die Gelegenheit war, zu gratulieren und die drei jungen Geistlichen persönlich zu beglückwünschen. In Bezug auf Schwarzenberg und dass Raphaela die erste neuapostolische Diakonin im Kirchenbezirk ist, verabschiedete sich Apostel Wittich mit den Worten: „Raphaela, du bist jetzt die Perle des Erzgebirges“.